Nyota kwa Afrika

- und wie es weiterging -

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Die Welpen unseres A-Wurfes wuchsen zu hoffnungsvollen Junghunden heran, hatten Erfolg auf etlichen Ausstellungen und waren auch im Hundesport aktiv. Wir planten nun mit unserer Kishi für das Frühjahr 2003 ihren zweiten Wurf mit dem afrikanischen Import-Rüden "Lionhunt Fana Simba". Diemal wollten wir auch selber eine kleine Nachzuchthündin behalten!

In der Adventszeit 2002 hatten wir das Gefühl, dass irgendwas mit Kishi nicht stimmt - vielleicht eine Mandelentzündung o.ä. - und ließen sie gründlich durchchecken. Anfangs ergab eine Blutuntersuchung nichts Gravierendes. Ihr Zustand wurde aber nicht besser, sondern eher schlechter und noch vor Weihnachten eröffnete uns ein Spezialist, dass sie Lymphdrüsenkrebs hätte. Die Aussage des Arztes, "sie hätte ohne Chemo keinerlei Überlebenschance," ließ uns nach Absprache mit unserem Hausarzt zu diesem Mittel greifen (sh. Tagebuch). Es war eine schwere Zeit für uns! Man machte uns aber doch Hoffnung, Chemo eine gute Chance hätte, noch 1-2 Jahre zu leben - und zwar ohne Beschwerden.

Zu diesem Zeitpunkt entschlossen wir uns auch, im "Kennel Ikimba"/ Finnland eine kleine Hündin zu bestellen. Da Kishi ja nun keine eigenen Welpen mehr haben konnte, sollte es wenigstens eine kleine Adoptivtochter sein. Der Gedanke an "irgendwann mal einen Enkel" von Kishi ließ uns diese schwere Zeit besser ertragen.

Zu Ostern etwa war die Chemo beendet und wir hatten große Hoffnung alles gut überstanden zu haben, als plötzlich unser Chaka nach Belastung leicht hüstelte. Bei ihm wurde Lungenkrebs diagnostiziert ! Wir waren fassungslos! Einige Zeit sah es so aus, als würde er noch vor Kishi sterben!

Im benachbarten Kennel "Banda la Farasi" waren am 02.04.03 Welpen nach "Fana Simba" geboren und wir durften dort von Anfang an teilhaben. Nach dieser niederschmetternden Diagnose stand es für uns fest, dass wir auch hier einen Welpen haben wollten, besonders - da in Finnland noch keine Läufigkeit in Sicht war.

Wie es im Leben so ist - kaum hatten wir uns für dieses Hundebaby entschieden, ging es auch in Finnland mit Samba's Läufigkeit los. Als wir die kleine Yoyo zu uns holten, konnte Kishi sich noch ca. 4 Wochen mit ihr beschäftigen. Sie spielte mit ihr und war teilweise richtig albern (sh. Glücksmomente). In dieser Zeit wussten wir aber schon, dass der Krebs leider nicht besiegt war. Bis zum Abend des 02.07. 2003 ging es ihr gut. Dann baute sie plötzlich rapide ab. In dieser letzten Nacht haben wir Abschied voneinander genommen.

Wir erlösten sie hier bei uns zu Hause - am 03.07. 2003 gegen 12.30 Uhr - in meinen Armen.

Kishi mit Chaka und Yoyo am 03.07.2003 gegen 12.oo Uhr.

Drei Stunden später wurde in Finnland die kleine Bamba geboren!

Chaka wäre ohne Yoyo, die ihn aus tiefer Depression und Trauer mit ihrem Charme herausholte, wohl ebenfalls direkt nach Kishi gestorben. So aber kam mit diesen beiden jungen Ladies seine Krankheit offensichtlich zum Stillstand. Wir durften noch drei Jahre mit diesem würdigen und großartigen alten Herrn zusammenleben. Er war der absolute Chef unseres kleinen Rudels und wurde von Yoyo und Bamba gleichermaßen geliebt und respektiert.

Am 04.05.2006 mussten wir ihn - 3 Monate vor seinem 12. Geburtstag - erlösen. Es war ein schmerzlicher Abschied und die ganze Familie - Kinder und Enkelkinder - kamen im Laufe des Tages vorbei, um ihn noch einmal zu liebkosen. Auch er wurde bis zur letzten Minute in seinem Zuhause von uns gehalten und umarmt.

 

 

 

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